„Babyfreundliches Krankenhaus”

Das Bad Nauheimer Hochwaldkrankenhaus wurde von der gemeinsamen Initiative der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF als „babyfreundlich” ausgezeichnet. Zu den Voraussetzungen dafür zählen Grundlagenschulungen durch eine Fachberaterin, aber auch das Erreichen einer Still-Quote bei den Neugeborenen von 80 Prozent. Deshalb stehen ausgebildete Still- und Laktationsberaterinnen den jungen Müttern hilfsbereit und liebevoll zur Seite.

Aber auch wenn eine Mutter sich dafür entscheidet, ihr Baby nicht zu stillen, ist sie in unserem Krankenhaus bestens aufgehoben, da der intensive Mutter-Kind-Kontakt jederzeit gefördert wird. „Babyfreundlich” heißt immer auch familienfreundlich. Die gesamte Familie wird in die Betreuung des Babys mit einbezogen, um eine gute Eltern-Kind-Beziehung zu erreichen.

Weitere Informationen lesen Sie auf der Seite WHO/UNICEF-Initiative oder direkt auf der Website der Initiative.

Unsere Still-Leitsätze

  • Wir klären Frauen auf über den Einsatz von Medikamenten vor und unter der Geburt hinsichtlich der Auswirkung auf Bonding und Stillen.
  • Wir bieten die Möglichkeit, Begleitpersonen mitzubringen.
  • Wir ermöglichen die freie Wahl der Gebärposition.
  • Wir informieren über das Angebot nicht medikamentöser Maßnahmen zur Schmerzlinderung unter der Geburt.
    Wir klären auf zur Bedeutung einer Kaiserschnittentbindung für Stillen und Bonding.
  • Wir unterstützen Mütter/Familien in der Versorgung ihrer Kinder und schaffen die Grundlagen für den optimalen Aufbau der Eltern-Kind-Bindung zueinander.
  • Unser Team ist einheitlich geschult und arbeitet nach verbindlichen schriftlichen Stillrichtlinien.
  • Schwangere werden in der Schwangerschaft, während ambulanter Besuche und stationärer Aufenthalte, in der Geburtsvorbereitung und in der Hebammensprechstunde einheitlich über das Stillen informiert.
  • Wir ermöglichen den ungestörten Hautkontakt zwischen Mutter und Kind für mindestens eine Stunde nach der Geburt – nach Kaiserschnittentbindung, sobald die Mutter dazu in der Lage ist.
  • Wir versorgen Mutter und Kind als Einheit und befürworten ein 24 Stunden-Rooming-in, damit die Mutter frühe Stillzeichen wahrnehmen kann und Stillen nach Bedarf von Mutter und Kind möglich ist. Wir unterstützen sie jederzeit.
  • Wir zeigen und erklären den Müttern das korrekte Anlegen und wie sie die Milchproduktion auch im Falle einer Trennung vom Kind aufrechterhalten.
  • Gesunde, reife Babys werden beim Stillen nach Bedarf nicht zugefüttert. Sie erhalten keine Sauger oder Schnuller, wir klären die Mütter über eventuelle Risiken auf.
  • Wird aus medizinischer Indikation eine Zufütterung notwendig, so geschieht dies mit alternativen Methoden wie Becher oder Löffel.
  • Nach der Entlassung bieten wir den Müttern Unterstützung durch unsere Still-Hotline und Informationen zur gesetzlichen Hebammenhilfe und zu Stillgruppen in ihrer Nähe. Wir werben nicht für Muttermilchersatzprodukte und halten den WHO-Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten ein.

Gerne können Sie auch das Poster mit unseren Still-Leitsätzen sowie unseren Flyer mit Still-Empfehlungen herunterladen. Sie finden beides in unserem Downloadbereich im Abschnitt „Fachabteilung Gynäkologie, Geburtshilfe, Senologie”.
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