Hüft- und Kniegelenksersatz

Ist es bei Ihnen zu einem irreparablen Knorpelschaden des Hüft- oder Kniegelenkes gekommen, steht häufig die Frage des Ersatzes durch ein Kunstgelenk (Endoprothese) im Raum. Mit dieser Fragestellung hat Sie Ihr Hausarzt/Ihre Hausärztin bzw. Ihr Orthopäde/Ihre Orthopädin zu uns überwiesen. In unserer Klinik für Chirurgie am Kreiskrankenhaus Schotten finden Sie einen Partner, der Sie bei der Entscheidung für oder gegen eine Operation berät und mit Ihnen Ihre maßgeschneiderte Therapie plant. Die überdurchschnittliche Versorgungsqualität unter anderem im Bereich Hüft- und Knieendoprothetik wird uns regelmäßig von der AOK ("AOK-Krankenhausnavigator") extern bestätigt.

Implantate werden sorgfältig ausgewählt

Die Auswahl des Implantats richtet sich nach den patientenspezifischen Gegebenheiten. Diese sind zum Beispiel anatomische Besonderheiten, die Knochenqualität, das Moblitätsbedürfnis und eventuell vorhandene Nebenerkrankungen. Im Bereich der Hüft- und Knie-Totalendoprothetik (so genannter "TEP") verwenden wir überwiegend Implantate der Fa. Aesculap aus Tuttlingen, eines Unternehmens der hessischen B.Braun Melsungen. Hier bieten wir von der modernen Kurzschaftprothese bis zur modularen Wechsel- und Frakturprothese nahezu das gesamte Spektrum der Hüftendoprothetik an. Bei den Knieteilprothesen (so genannte "Schlittenprothesen", Unikodyläre Knieprothesen oder Hemiprothesen) verwenden wir das weltweit bewährte Oxford-System der Fa. Zimmer-Biomet. Die Knie-Totalendoprothesen werden zur Verbesserung der Präzision bei den Knochenschnitten und der Bandspannung überwiegend computernavigiert.

Das Operations-Vorbereitungsgespräch

Ist ein Operations-Termin gefunden, laden wir Sie in der Vorwoche ein weiteres Mal ein, um alle für die Operation notwendigen Formalien zu erledigen. Sie erhalten ein ausführliches Aufklärungsgespräch über den Eingriff und die Narkose. Aktuelle Blutuntersuchungen und ein EKG werden durchgeführt. Das alles dient dazu, bis dahin unbekannte Operations- und Narkoserisiken aufzudecken und Ihre Operation gewissenhaft vorbereiten zu können.

Der stationäre Aufenthalt
Der stationäre Aufenthalt beginnt am Vortag der Operation. An diesem Tag führen wir eine weitere Blutentnahme für die Bereitstellung von Blutkonserven und die Erfassung Ihrer Medikamente durch. Offene Fragen können hier noch erörtert werden. Die Verweildauer im Krankenhaus beträgt im Durchschnitt zehn bis zwölf Tage. In dieser Zeit lernen Sie, an Unterarmstützen zu gehen und Treppen zu steigen.

Ihre Kliniktasche
Das sollten Sie einpacken:

  • Versichertenkarte
  • alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen / Medikamentenplan vom Hausarzt
  • alte Entlassungsbriefe und Röntgenbilder der letzten zwei Jahre
  • Laborwerte und Vor-EKG (wenn vorhanden)
  • Gehstützen, Rollator, Greifzange, Strumpfanziehhilfen und ähnliche Hilfsmittel
  • Allergie-, Röntgen, Schrittmacher- und Endoprothesenpass (wenn vorhanden)
  • Körperpflege-Utensilien und Handtücher
  • Zahnpflege-Utensilien
  • Kleidung für zehn bis zwölf Tage
  • Sportbekleidung oder kurze Hose sowie Turnschuhe oder festes Schuhwerk für die Krankengymnastik
  • Kugelschreiber

Hinweis: Wir bitten Sie, Wertgegenstände, große Bargeldsummen, Kreditkarten, Schmuck u.Ä. zu Hause zu lassen. Hierfür können wir keine Haftung übernehmen.

Nachsorge
In der Regel schließt sich an den stationären Aufenthalt eine Anschlußheilbehandlung (AHB) von ca. zwei bis drei Wochen nahtlos an. Über die Möglichkeiten und Alternativen informiert Sie unserer Sozialdienst und kontaktiert Sie hierfür zur besseren Planung bereits vor der stationären Aufnahme. Nach der AHB führt Ihr einweisender Arzt die ambulante Weiterbehandlung durch.