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Gute Stimmung im Team

Über die Feiertage gab es viel zu tun, erfuhr Landrat Weckler im Hochwaldkrankenhaus

Mit süßer Nervennahrung bedankte sich Landrat Jan Weckler (Dritter von links) in diesem Jahr stellvertretend für alle beim Team der Notaufnahme des Hochwaldkrankenhauses Bad Nauheim mit (von links) den Pflegekräften Thierry Kenfak, Kerstin Ott, Andreas Popplow, Rana Ayman und Emir Mrkaljevic sowie den Ärzten Viktor Kronin und Mohhamed Saaida.

Festlich dekoriert bietet der Empfang der Notaufnahme einen stimmungsvollen Anblick.

Bad Nauheim (HR). Arbeiten, wenn andere feiern – zu den Berufsgruppen, die sich an Sonn- und Feiertagen nicht selbstverständlich zurücklehnen können, gehören zuvorderst Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte in den Krankenhäusern. In der Wetterau hat es Tradition, dass der Landrat ihnen einmal jährlich demonstrativ seinen Dank abstattet. In diesem Jahr war das Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim an der Reihe, in dessen Notaufnahme Jan Weckler am ersten Weihnachtsfeiertag eine motivierte Mannschaft traf.

Schon der Empfang der Notaufnahme ist stimmungsvoll. Ein buntes Banner verdeckt die obere Hälfte des nüchtern-braunen Tresens, Lichterketten umrahmen die zweckmäßigen Leuchtkörper und weihnachtliche Deko-Artikel verbreiten Wärme und Gemütlichkeit dort, wo sonst eher Nachdenklichkeit, Sorgen und Schmerzen den Ton angeben. Wer hierher kommt, hat entweder selbst gesundheitliche Probleme oder begleitet einen erkrankten Angehörigen.

An diesem Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertags sind die Stühle im Wartebereich zur Hälfte besetzt – ein untrügliches Zeichen dafür, dass von Feiertagsruhe keine Rede sein kann. „Seit Mitternacht hatten wir allein elf Rettungswagen“, berichtet Pfleger Andreas Popplow, das macht fast einen Wagen pro Stunde. Dazu kommen diejenigen, welche die Notaufnahme aus eigener Kraft erreichen oder von Angehörigen gebracht werden.

Schon am Samstag, dem Tag vor Heiligabend, hatte das Team der Notaufnahme des Hochwaldkrankenhauses richtig viel zu tun, an Heiligabend herrschte „der normale Wahnsinn“, am ersten Feiertag war der Zustrom „Routinearbeit wie immer, nur von allem mehr als sonst“. Stürze hatten Verstauchungen, gebrochene Finger, oder auch einen Oberschenkelhalsbruch verursacht, die chirurgisch versorgt werden mussten. „Schnitt- und Schnitzverletzungen, alles Männer“, wie Pflegekraft Kerstin Ott augenzwinkernd zusammenfasste, führte das Team vor allem auf missglückte Versuche zurück, den Weihnachtsbaum mit Messer, Säge oder Axt in Form zu bringen beziehungsweise in den Ständer zu bugsieren.

Die Internisten waren gefragt bei unklaren Bauchschmerzen, diversen Covid-Fällen, übermäßigem Alkohol- und Drogengenuss, Harnwegsinfekten und der Abklärung eines Herzinfarkts. Sogar ein glücklicherweise nicht alltäglicher Fall von Krätze forderte das Team heraus. Trotz der Feiertagsarbeit herrschte gute Stimmung. „Das ist bei uns generell der Fall. Wir wertschätzen uns, stehen füreinander ein, und dann verbringen wir Weihnachten miteinander“, erzählt Kerstin Ott.

Die 45-Jährige ist mit ihrer Schwester quasi in den Pflegeberuf hineingewachsen, denn ihre Mutter arbeitete als Dauernachtwache. Nach ihrer Ausbildung schnupperte Ott auch in andere Arbeitsfelder hinein, kehrte aber schließlich in die Pflege zurück – mit voller Überzeugung. Seit Oktober 2021 ist sie Teil des Teams der Notaufnahme am Hochwaldkrankenhaus und „möchte nichts anderes machen. Wir wissen nie, was passiert, es ist ständig etwas los, es wird nie langweilig. Wer diesen Beruf nicht mit Herz macht, ist hier aber fehl am Platz“.

Das bestätigt Viktor Kronin, seit 2015 im Hochwaldkrankenhaus tätig als Facharzt für Allgemeinchirurgie. „Die Feiertagsarbeit gehört zu unserem Job, und meine Familie hat Verständnis dafür. Wir feiern eben nach der Schicht, obwohl ich dann auch erst mal ausschlafen muss. Gut ist, dass wir im Team uns Weihnachten und Silvester aufteilen“, sagt er. Für die gute Stimmung spricht eine Tradition: Eine Kollegin mit besten privaten Beziehungen spendiert zu ihren Feiertagsschichten stets ein Frühstückbuffet für alle.

Landrat Jan Weckler zeigte sich von der hohen Motivation der Ärzte und Pflegekräfte sehr beeindruckt und dankte ihnen herzlich stellvertretend für alle, die an den Festtagen im Einsatz sind, um anderen zu helfen. Zur Stärkung der Nerven hatte er eine süße Gabe mitgebracht, die mit Freude entgegengenommen wurde.